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Atlanta Falcons reisen für Prime-Time-Game zu den Green Bay Packers

Die Partie: Atlanta Falcons at Green Bay Packers

Austragungsort: Lambeau Field, Green Bay (Wisconsin)

Kickoff: 25. September 2026, 2:15 Uhr CEST

All-Time-Record: 19-17-0

Wo ihr das Spiel schauen könnt: NFL Game Pass International (via DAZN; deutsch/englisch) und auf Sky in der Konferenz

Die Ausgangslage: Auf die Atlanta Falcons und die Green Bay Packers wartet eine kurze Woche: Beide Teams treffen zum ersten Mal seit 2023 wieder aufeinander und tun dies ausgerechnet im Thursday Night Game – eine Partie, die für beide Seiten bereits früh in der Saison Must-Win-Charakter trägt. Für die Falcons, die bereits am Mittwoch nach Green Bay reisen, beginnt damit zugleich eine Phase im Rampenlicht, denn die kommenden drei Spiele wird Atlanta allesamt im amerikanischen Spotlight bestreiten.

In der Gesamtbilanz führt Green Bay mit 19-17, doch die Falcons gehen als amtierender Sieger in die Partie: Beim letzten Duell setzte sich Atlanta im heimischen Mercedes-Benz Stadium mit 25:24 gegen die Packers durch. Richtig brisant wird die Partie dadurch, dass die Falcons ausgerechnet zu Green Bays Heimspielauftakt zu Gast sind: Die Packers gewannen ihre vergangenen 13 Saison-Heimauftakte in Folge. Eine Serie, die sie sich mit den Miami Dolphins (1976 bis 1988) teilen und die als längste Serie ungeschlagener Heim-Saisonstarts in der NFL-Geschichte gilt. Für die Falcons bedeutet das: Sie könnten am Donnerstag entweder diese historische Serie beenden, oder selbst zu ihrem nächsten Opfer werden.

Das Team um Head Coach Kevin Stefanski steht nach dem missglückten Heimspielauftakt am vergangenen Sonntag gegen die Carolina Panthers bei 0-2 und musste sich bereits während des laufenden Spiels der nicht zu überhörenden Frustration der Fans stellen. Nun reisen sie nach Green Bay und kämpfen dort um ihren ersten Saisonsieg.

Doch auch in Green Bay ist die Zuversicht derzeit nicht gerade groß, nachdem die Offensive in Week 2 gegen die New York Jets eine Performance hingelegt hat, die weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sein dürfte.

Beide Mannschaften haben zudem vor diesem richtungsweisenden Duell mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, was die Tür für ein wenig Chaos in einem Spiel öffnen könnte und möglicherweise das Potenzial für relativ viele Punkte birgt.

Der Gegner: Der Saisonstart verlief für die Packers anders als geplant und erwartet. In Week 1 verlor das Team um Head Coach Matt LaFleur gegen den Divisionsrivalen, die Minnesota Vikings. In Week 2 konnten die Packers gegen die Jets in Overtime gerade so ihren ersten Saisonsieg einfahren. Insbesondere die Offensive Line von Green Bay hat zu kämpfen, was Signal Caller Jordan Love und dessen Passspiel stärker unter Druck setzt. Doch die Packers liegen bei den Pass-Yards pro Spiel immer noch auf Platz neun in der NFL, was die Defense der Falcons vor eine Herausforderung stellen könnte, da sich die Secondary im Spiel gegen die Panthers schwertat, tiefe Pässe zu verteidigen. So ließ die Defense unter anderem einen 55-Yard-Pass sowie mehrere Pässe zwischen 25 und 28 Yards Raumgewinn zu – außerdem brachten die Drives jeweils Punkte für den Gegner aufs Scoreboard.

Damit die Packers den Falcons am Donnerstag gefährlich werden können, müssen bei ihnen vor allem drei Stellschrauben greifen. Zunächst ist ein schnelles, präzises Passspiel gefragt. Quarterback Jordan Love steht hinter einer verletzungsanfälligen Offensive Line und kämpfte zuletzt mit seiner Präzision (52 % Completion-Rate). Kurze, zügige Pässe wären für ihn der naheliegendste Weg, um dem Pass Rush von Atlantas Defensive Coordinator Jeff Ulbrich frühzeitig zu entgehen. Zweitens bräuchte Green Bay ein deutlich besseres Laufspiel als zuletzt, um Love zu entlasten und sich gegen die Falcons-Defense überhaupt behaupten zu können. Und drittens müssten die Packers nach ihrem knappen Overtime-Sieg gegen die Jets vor allem ihre eigene Fehlerquote in den Griff bekommen: 14 Strafen im letzten Spiel sind ein Wert, den sich Green Bay gegen eine Defense, die genau solche Nachlässigkeiten bestrafen will, kein zweites Mal leisten darf.

Die Falcons: Für Atlanta gilt es nun, die ersten beiden Spielwochen abzuhaken und geschlossen nach vorne zu blicken. Ein Blick auf die Zahlen zeigt allerdings, dass genau das derzeit die größte Herausforderung ist: Das Team um Head Coach Kevin Stefanski ist bislang das einzige in der NFL, das nach zwei Spielen noch nicht einmal die Red Zone erreicht hat  und kommt insgesamt erst auf 16 Punkte. Das ist die drittniedrigste Ausbeute nach zwei Spielen in der Franchise-Geschichte. Doch diese Zahlen zeigen, wo die Offense in dieser Woche ansetzen muss.

Eine große Rolle bei den bisherigen Niederlagen spielten Turnover. Am Sonntag machten die Ballverluste den Unterschied aus und die Falcons verloren den Ball auf vielfältige Weise: durch einen Fumble, mehrere Interceptions und auch durch Turnover on Downs. Atlantas sieben Ballverluste sind die meisten nach zwei Spielen seit 1999 (ebenfalls sieben). Das entspreche nicht dem üblichen Standard der Falcons, sagte Stefanski. Höchste Priorität muss daher darauf liegen, diese Turnover zu vermeiden. Im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Panthers fand Stefanski klare Worte: "Wir müssen unsere Drives durchziehen."

Dafür soll ab dieser Woche wieder Quarterback Michael Penix Jr., der sich im November letzten Jahres einen Kreuzbandriss zuzog, sorgen. Seine Rückkehr dürfte den Fans Hoffnung auf mehr Offensiv-Produktion geben. In neun Spielen brachte Penix Jr. 166 seiner 276 Pässe für 1.982 Yards und neun Touchdowns bei 3 Interceptions an. Daneben lief er einmal selbst für sechs Punkte in die Endzone. Der Signal Caller hat zudem den Vorteil, dass ein großer Teil seiner Offense bereits in der vergangenen Saison mit ihm auf dem Feld stand. Hierbei stach insbesondere seine Connection mit Tight End Kyle Pitts hervor, der in seinem fünften Jahr insgesamt fünf Touchdowns erzielte. Hoffnung besteht auch auf der Backup-Position, denn Tua Tagovailoa nahm am Dienstag erstmals wieder am Training teil.

Auf der anderen Seite des Balls ist Defensive Mastermind Ulbrich gefragt: Seine Defense muss Jordan Love mit kreativem Pass Rush früh unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen, zumal sich die Packers offensiv zuletzt angreifbar zeigten. Besonderer Fokus sollte zudem darauf liegen, endlich die erste Interception der Saison 2026 zu erzielen und so das Momentum bereits früh auf die Seite der Falcons zu ziehen.

Personell bekommt es die Defense allerdings mit einer neuen Herausforderung zu tun: Cornerback A.J. Terrell Jr. wandert nach seiner Verletzung aus der Partie gegen die Panthers für mindestens vier Spiele auf die Injured-Reserve-Liste. Für ihn dürfte weiterhin C.J. Henderson an der Seite von Mike Hughes übernehmen, wobei sich Ulbrich zuletzt ausdrücklich lobend über dessen Vertretung äußerte. Trotz des Verlusts habe er "keinerlei Bauchschmerzen", auf Henderson zu setzen. Auch Avieon Terrell, bislang vor allem auf der Nickel-Position im Einsatz, könnte dank seiner Flexibilität aushelfen. Als Ausgleich für den Ausfall haben die Falcons in dieser Woche Defensive Lineman Zach Harrison vom Practice Squad auf den Active Roster geholt.

Early Birds: Nachteulen und Frühaufsteher aufgepasst: Die Early Birds sind endlich zurück! Zum ersten Mal in dieser Saison könnt ihr euch gemeinsam mit anderen deutschen Fans aus der Falcons Community zusammentun und die Nacht um die Ohren schlagen.

Einfach dem nachfolgenden Link folgen, mit dem Code BERFAN anmelden und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag am Watchalong teilnehmen. Start ist um 1:55 Uhr CEST.

Die Early-Bird-Watchalongs werden in der Saison 2026 bei jedem Nachtspiel der Falcons stattfinden. Beim Spiel gegen die New Orleans Saints könnt ihr zudem auf eine Falcons-Legende treffen und euch als Sieger des Falcons-Trivia coolen Merch und Tickets für das NFL Munich Game 2026 sichern.

Seid dabei, wenn es wieder mitten in der Nacht heißt: Rise Up, Dirty Birds!

Der Link zum Early-Birds-Zugang: https://falconsprimetime.vrtl.live

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