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Das ist die 2026 Draft-Klasse der Atlanta Falcons

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Mit dem 2026 NFL Draft schlagen die Atlanta Falcons ein neues Kapitel auf. An der Spitze stand in diesem Jahr erstmals President of Football Matt Ryan, darunter agierten General Manager Ian Cunningham und Head Coach Kevin Stefanski als Draft-Tandem. "Den Fans gegenüber hat sich meine Mission seit meinem Draft nie geändert", betonte Ryan zum Auftakt in seiner neuen Rolle. "Es geht darum, dieser Organisation zu helfen, alles zu tun, um Gewinner zu sein und Meisterschaften zu gewinnen."

RundePickSpielerPositionCollege
2.48Avieon TerrellCBClemson
3.79Zachariah BranchWRGeorgia
4.134Kendal DanielsLBOklahoma
6.208Anterio ThompsonDTWashington
6.215Harold Perkins Jr.LBLSU
7.231Ethan OnianwaOLOhio State

Sechs Picks bildeten für den 2026 Draft die Grundlage dieses Umbruchs. Cunningham ordnete den Jahrgang vor dem Draft so ein: "Es gibt einige wirklich gute Spieler an der Spitze und einige wirklich gute Spieler mit verschiedenen Skillsets in den späteren Runden." Cornerback, Safety, Edge Rusher und Wide Receiver bezeichnete er als die tiefsten Positionsgruppen. "Wir glauben an den 'Best Player Available'," äußerte Atlantas General Manager ergänzend. Ryan, der laut Cunningham bei Tape Sessions und Pro Days "großartig" mitgearbeitet habe, brachte dabei zusätzlich die Perspektive eines Quarterbacks im Hinblick auf Defensivspieler ein.

2. Runde, Pick 48 – CB Avieon Terrell (Clemson)

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Mit ihrer ersten Wahl schlugen die Falcons vor der eigenen Haustür zu: Avieon Terrell, jüngerer Bruder von Cornerback A.J. Terrell Jr., bestritt 39 Spiele für Clemson, sammelte 125 Tackles, 25 Pass Deflections, drei Interceptions und führte über drei Jahre alle NCAA-Cornerbacks bei Forced Fumbles an. 2025 wurde er zum Second-Team All-American gewählt.

Für Avieon ging mit dem Pick ein lang gehegter Traum in Erfüllung – mit dem Bruder im selben Trikot zu spielen.

3. Runde, Pick 79 – WR Zachariah Branch (Georgia)

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Branch, gebürtig aus Las Vegas, wechselte nach zwei Jahren bei USC für seine letzte College-Saison nach Georgia und fing dort 81 Pässe für 811 Yards und sechs Touchdowns. Dazu kommt sein Wert im Return-Spiel: Bereits als Freshman gewann er 2023 den Jet Award als bester Returner des Landes.

Cunningham hatte vor dem Draft auf die Bandbreite an Receiver-Profilen verwiesen: "Es ist eine Position, bei der man sich seine Variante aussuchen kann." Mit Branch entschied sich Atlanta für jenen Slot-Typ, der "rein und raus aus seinen Routes" kommt. Branch selbst gab seine Marschrichtung schnell vor: "Mir geht es nur ums Gewinnen."

4. Runde, Pick 134 – LB Kendal Daniels (Oklahoma)

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In der vierten Runde tauschten die Falcons mit den Las Vegas Raiders: Pick 122 ging nach Vegas, im Gegenzug erhielt Atlanta die Picks 134 und 208. Mit dem ersten dieser Picks verpflichteten sie Kendal Daniels, einen Spieler, dessen Werdegang zum Falcons-Profil unter Defensive Coordinator Jeff Ulbrich passt wie kaum ein zweiter.

Daniels begann seine College-Karriere als 82-Kilo-Safety, wuchs über die Jahre auf rund 110 Kilo und spielte bei Oklahoma 2025 als "Cheetah": ein Hybrid aus Linebacker, Safety und Edge Rusher.

Falcons-Area-Scout Dante Fargnoli beschrieb Daniels wie folgt: "Mit Kendal spricht die Vielseitigkeit für sich selbst. Auf dem Tape sieht man ihn als Safety, als Linebacker, im Nickel … Egal, was du ihm sagst, egal, auf welche Position du ihn coachst – das wird er sein."

Daniels selbst hatte seinen Anspruch schon früh formuliert: "Ich bin nur hier, um Defense zu spielen. Wenn sie wollten, dass ich durch eine Wand laufe, würde ich es tun."

6. Runde, Pick 208 – DT Anterio Thompson (Washington)

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Thompson stand sportlich vor zwei Jahren beinahe vor dem Aus – über Iowa Western, Iowa, Western Michigan und Washington kämpfte er sich zurück. 2025 brachte er es auf 30 Tackles und 1,5 Sacks; in seiner College-Karriere blockte er drei Punts. Er bringt dabei genau die Härte mit in die Hauptstadt, die Atlanta in der D-Line sucht.

6. Runde, Pick 215 – LB Harold Perkins Jr. (LSU)

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Vielleicht der Pick mit der größten Aufstiegsmöglichkeit: Harold Perkins Jr., einst als Generationstalent in Baton Rouge gefeiert, riss sich in seiner Junior-Saison das Kreuzband und kehrte erst 2025 langsam zurück.

"Du dachtest, das wird der Nächste", erinnerte sich Cunningham an Perkins' herausragende Freshman-Saison. Scout Dante Fargnoli fasste das prägnant wie folgt zusammen: "Harold Perkins, dieses Spiel als Freshman gegen Arkansas – da hat er sich dem ganzen Land vorgestellt. Dieser Junge wird ein Spieler werden, ganz sicher."

Was Atlanta letztlich überzeugt hat, ist Perkins' Charakter: "Ich finde, er spielt mit unfassbar viel Durchhaltevermögen. Trotz Verletzungen, trotz Schemawechsel, trotz Trainerwechsel – er hat sich nie auf Ausreden ausgeruht." Hinzu kommt der unmittelbare Mehrwert für die Special Teams: "Er hat das perfekte Skillset für die Special Teams", so Fargnoli weiter.

7. Runde, Pick 231 – OL Ethan Onianwa (Ohio State)

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Mit dem letzten Pick der Falcons stärkte das Team die Offensive Line: Ethan Onianwa, vier Jahre Stammspieler bei Rice, ehe er 2025 zu Ohio State wechselte, ist 1,98 Meter groß und bringt sehr lange Arme mit. Brandon Thorn (Bleacher Report) ersagte: "Ein dicker, breiter Guard Prospect mit guter Armlänge und einem steifen, jolt-gebenden Punch."

Fazit: Atlantas neue Identität

Atlanta hat in diesem Jahr konsequent in beide Linien und in Defensive-Versatilität investiert. Cunninghams Maxime: "Wir haben die Ressourcen – von Sicherheit über Analytics – gut genutzt, um die richtigen Spieler zu identifizieren." Mit Terrell, Branch, Daniels, Thompson, Perkins und Onianwa haben Ryan, Cunningham und Stefanski ihrer Vision von Falcons Football in Atlanta in jedem Fall einen ersten klaren Stempel aufgedrückt.

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