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Showdown in der NFC South: Atlanta Falcons empfangen New Orleans Saints

Die Partie: Atlanta Falcons vs. New Orleans Saints

Austragungsort: Mercedes-Benz Stadium (Atlanta, Ga.)

Kickoff: 4. Januar 2026, 19:00 Uhr CET

All-Time-Record: 57-56-0

Wo ihr das Spiel gucken könnt: DAZN (Game Pass mit deutschem Kommentar), International Game Pass (via DAZN)

Die Ausgangslage: Es geht nur noch um die Ehre. Und darum, einem Divisionsrivalen möglicherweise die Suppe im Hinblick auf die Krone der NFC South zu versalzen sowie einem anderen Rivalen den roten Teppich in die Playoffs auszurollen. Durch den Sieg der Atlanta Falcons im Spiel gegen die Los Angeles Rams beim Monday Night Game in Week 17 können die Tampa Bay Buccaneers die Division mit einem Sieg gegen die Carolina Panthers nicht mehr ohne Schützenhilfe der Saints gewinnen. Und das werden die Falcons, die seit ihrem Ausscheiden aus dem Kampf um Playoffs drei Spiele in Folge gewonnen haben, verhindern wollen. Head Coach Raheem Morris sagte am Mittwoch: "Wir mögen die Saints nicht". Sollten die Buccaneers am Samstag die Panthers schlagen und die Falcons am Sonntag mit einem Sieg über die Saints nachziehen, würde dies zu einem Gleichstand der Bilanz mit jeweils 8-9 führen. Dann würden die Panthers in diesem Szenario aufgrund der besten Bilanz im direkten Vergleich aller drei Teams die Division gewinnen.

Sowohl die Falcons als auch die Saints spielen aktuell den wohl besten Football ihrer Saison 2025. Seit 1991 wurden 38 Spiele zwischen den Falcons und den Saints mit acht Punkten oder weniger Unterschied entschieden. Die Falcons hatten von 1995 bis 1999 eine Siegesserie von 10 Spielen, was bis heute die längste Niederlagenserie der Saints gegen einen Gegner ist. New Orleans gewann zwischen 1986 und 1994 insgesamt 13 von 16 Spielen in dieser Rivalität, während Atlanta zwischen 1969 und 1973 neun Siege in Folge gegen die damals noch jungen Saints erzielte. Atlantas jüngste Dominanz über einen Zeitraum von fünf Jahren endete mit einem 21:19-Sieg für New Orleans im Georgia Dome am 22. November 2000. Acht Spiele der Serie gingen in die Verlängerung. Und die Rivalität der beiden Teams verspricht in Woche 18 einen spannenden Showdown zum Abschluss dieser durchwachsenen Saison.

Der Gegner: Die Saints haben sich in den vergangenen Wochen zu einem nicht zu unterschätzenden Gegner gemausert. Mit Siegen in den letzten vier Spielen steht das Team aktuell bei einer Bilanz von 6-10. Die Saints gehen mit ihrem Rookie-Signal-Caller Tyler Shough ins Rennen. Und der hat seit seinem ersten NFL-Start eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Auf diese ist auch Morris vorbereitet. "Tyler Shough hat wirklich gut gespielt", sagte er am Mittwoch. Shough zeigte sich in den vergangenen Wochen souverän als Ballverteiler und gelangt im Spiel regelmäßig sauber zum Checkdown bzw. zum zweiten Read und wirkt dadurch bereits sehr sicher in der Pocket. Der Signal Caller warf in den letzten drei Spielen jeweils für 270 Yards und mehr, gegen Tennessee erzielte er 333 Yards und zwei Touchdowns. Allerdings sieht er sich in dieser Woche Atlantas Pass Rush gegenüber, der mit 53 Sacks an Platz zwei der Liga gerankt ist. Im ersten Aufeinandertreffen in Week 12 brachte die Defense der Falcons Shough gleich fünfmal zu Boden und bescherte ihm dadurch einen langen Arbeitstag.

Die wichtigste Waffe der Saints, Wide Receiver Chris Olave, der in der Saison 2025 bereits 1.163 Receiving Yards erzielte und bei 100 Receptions insgesamt neunmal die Endzone für sechs Punkte erreichte, wird am Sonntag nicht auf dem Feld stehen. Olave wird das Saisonfinale verpassen, da ein Blutgerinnsel in seiner Lunge entdeckt wurde. Zweitliebste Anspielstation von Shough ist Passempfänger Juwan Johnson, der 828 Yards und drei Touchdowns für sich verbuchen kann. Auf diesem dürfte an diesem Wochenende der Fokus im Passspiel liegen, nachdem er im Spiel gegen die Titans 95 Receiving Yards als Arbeitsnachweis verzeichnen konnte.

Die Defensive der Falcons zeigte sich in den vergangenen Wochen anfällig für den Run. Jetzt sehen sie sich unter anderem Running Back Audric Estimè gegenüber, der in Week 17 bei 14 Attempts 94 Rushing Yards und einen Touchdown erzielte. Die Offense der Saints zeigt sich produktiv, brachte in drei der vergangenen vier Spiele 24 Punkte und mehr aufs Scoreboard. Hierauf muss die Defense der Falcons vorbereitet sein, die in den vergangenen Wochen zwischen 19 (vs. Arizona) und 37 Punkte (vs. Seahawks) zuließ.

Die Defensive der Saints hingegen ließ gegen Tennessee 26 Punkte zu und das, obwohl die Offensive der Titans die gesamte Saison über eigentlich kaum Punkte aufs Scoreboard bringen konnte. Diese Schwachstelle müssen die Falcons ausnutzen, um mit Signal Caller Kirk Cousins das vierte Spiel in Folge gewinnen zu können.

Die Falcons: Nach den letzten drei Siegen erscheint es nur schwer vorstellbar, dass dieses Team nicht in den Playoffs spielen wird. Insbesondere nach Bijan Robinsons Rekordnacht beim Monday Night Game gegen die Rams möchte man nicht, dass diese Saison nach dem Spiel gegen die Saints zu Ende geht. Neben Robinson zeigte auch Rookie Safety Xavier Watts mit seinen zwei Interceptions, dass diese mit einer Achterbahnfahrt vergleichbare Saison nicht nur Tiefen zu verzeichnen hat.

Bijan Robinson und Tyler Allgeier zeigten sich traurig, dass das Ende der Saison naht. In der Pressekonferenz nach dem Spiel am vergangenen Montag sagte Robinson: "Das ist nie ein gutes Gefühl. Man möchte so viel Football spielen, wie man kann. Wenn die Saison vorbei ist, ist das ein trauriges Gefühl, denn dann ist es vorbei. Man spielt nichts mehr darüber hinaus. Wir müssen diese letzte Woche als Team, als Brüder, schätzen und das Beste daraus machen, damit wir sie auf die richtige Art und Weise beenden können."

Um das Beste draus zu machen, bedarf es einer weiteren mindestens soliden Performance von Quarterback Kirk Cousins. Im Spiel gegen die Rams warf er für gerade einmal 126 Yards, erzielte aber einen Touchdown und übergab den Ball regelmäßig an den Mann des Abends, Bijan Robinson. Cousins sieht sich der an Position neun gerankten Defense der Saints gegenüber, die Titans Quarterback Cam Ward viermal durch einen Quarterback Sack zu Boden brachte. Aus Perspektive der Falcons ist hier vor allem Defensive End Chase Young relevant, der bereits 8.5 Sacks erzielt hat und damit eine Gefahr für Cousins darstellen dürfte. Für den Signal Caller wird es daher von erheblicher Wichtigkeit sein, unter dem Schutz seiner Offensive Line schnelle und explosive Plays zu kreieren. Er muss in Drucksituationen wie in den vergangenen Wochen konstant, schnell und fehlerarm agieren. Daneben muss das Zusammenspiel mit den Receivern funktionieren. Hierbei fällt neben den immer wieder genannten Passempfängern in dieser Saison ein Name ganz besonders auf: Wide Receiver David Sills V. Der Wide Receiver wirkt zeitweise wie die liebste oder vielleicht einfach zuverlässigste Anspielstation von Cousins. Seine Stats vermögen nicht atemberaubend zu sein, doch trotz nur drei Receptions für 37 Yards war es Sills V, der im Spiel gegen die Rams wichtige vier neue Versuche sicherte.

Die Falcons-Defensive hat im Spiel gegen die Rams wieder einen Sprung nach oben gemacht und gezeigt, dass sie sich im Vergleich zur Saison 2024 zu einer der Top-Verteidigungen der Liga entwickelt hat. So brachte die Defense Quarterback Matthew Stafford dreimal per Quarterback Sack zu Boden, sorgte damit für einen Raumverlust von 21 Yards. Außerdem fing die Secondary drei Bälle des gegnerischen Quarterbacks ab – einen für einen Pick Six durch Safety Jessie Bates III. In Sachen Total Defense findet sich Atlantas Verteidigung aktuell im oberen Mittelfeld auf Platz 14 gerankt. Während die Passing Defense an Position elf gerankt ist, findet sich die Rushing Defense auf Platz 26 wieder, lässt durchschnittlich 127.4 Rushing Yards zu, und könnte damit möglicherweise zum Key to Win für die Saints werden.

Experten-Tipps: Die Experten sind in Week 18 noch einmal uneinig. Sechs Experten tippen auf die Saints, sieben auf die Falcons – unter ihnen Adam Rank, der schon im Spiel gegen die Rams als einziger Experte auf einen Sieg der Dirty Birds getippt hat.

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